FOSS-Veranstaltungen und Google
Letzthin scheint Google vermehrt auf Veranstaltungen rund um freie und offene Software aufzutauchen, so wie dieses Wochende z.B. an den Chemnitzer Linuxtagen (CLT), oder wie von Tim Pritlove schön festgehalten an der FOSDEM letztes Wochenende in Brüssel. Kein Wunder, schliesslich sucht Google momentan nicht gerade wenige neue Mitarbeiter.
Nicht dass ich grundsätzlich etwas gegen Google hätte, ich benutze deren Suchmaschine - übrigens ein schönes Beispiel, wo der Firmenname zum Synonym für den Produktnamen wird - fast täglich und ich bin eigentlich auch zufrieden damit. Und ehrlich gesagt gibt es zumindest momentan dazu keine ernst zu nehmenden Alternativen.
Doch mit der Art, wie Google auftritt habe ich schon etwas meine Mühe. Meines Erachtens wird da vielen Leuten etwas vorgemacht und das Ziel am Ende wird wohl sein, möglichst viele Bewerber für eine Stelle zusammen zu kriegen, damit man sich nachher die/den besten rauspicken kann. Klar, so läuft die Wirtschaft und Google ist auch sicher kein schlechter Arbeitgeber und gerade hier in Zürich bauen sie nächstens doch ziemlich massiv neue Stellen auf.
Andererseites befürchte ich halt auch, dass Google zum nächsten Microsoft-ähnlichen Monopol aufsteigen könnte. Sie betonen zwar immer wieder ihre Verbundenheit zu freier Software (z.B. durch den Summer of Code), doch auch das scheint, zumindest nach dem an den CLT miterlebten Vortrag, teilweise auch eiskaltes Kalkül zu sein.
Jaja, ich weiss, ich bin doch nur neidisch auf die Leute, die ein Recruiting-Mail erhalten haben ;-)

