Den gestrigen freien Samstagnachmittag habe ich genutzt, um die momentan im
Gewerbemuseum Winterthur laufende Ausstellung «LED - Licht und Farbe inszenieren» des LED-ColourLab der ZHdK anzuschauen. In drei eindrücklichen Installationen - «Farb-Licht Klaviaturen», «Farb-Licht Muster» und «Weiss bis Weiss» - wird das Zusammenspiel von (LED-)Licht und Farben veranschaulicht. Für mich persönlich am faszinierendsten war die Rauminstallation «Farb-Licht Klaviaturen». Diese besteht aus 15 Wandelementen, welche
auf der einen Seite alle im selben Grauton gestrichen sind. Auf der anderen Seite sind die Elemente mit den Farbtönen Weiss, Gelb, Grün, Rot, Ultramarin (Blau) und Schwarz bemalt. Jede Fläche wird durch rote, grüne und blaue LEDs angestrahlt. In einer Abfolge werden dabei mögliche Beleuchtungen der Flächen gezeigt: Weiss (rote, grüne und blaue
Komponente bzw. LED gleich hell und intensiv), Überlagerung mit dem gleichen Farbton der jeweiligen Fläche (überhöhte Sättigung der Farbe), Überlagerung mit der Komplementärfarbe (Flächen erscheinen gräulich) und zum Schluss ein "Farbwind", welcher die Installation in einer Art Wellenbewegung erscheinen lässt.
Ergänzt werden die Installationen durch Infobildschirme und Exponate, welche einerseits die Hintergründe der LED-Technologie, der eingesetzten Technik und der Farben bzw. Farbenlehre aufzeigen, andererseits wird das LED-ColourLab und dessen Projekte vorgestellt. Ein Experimentiertisch bietet Gelegenheit, selbst das Zusammenspiel von LED-Licht
und Farbe zu erforschen.
Wer sich für LEDs und deren (gestalterischen) Einsatz interessiert, dem sei ein Besuch im Gewerbemuseum in Winterthur vor dem 3. Mai 2009 empfohlen.

Eine ereignisreiche Frackwoche ist vorüber, die letzten 245 Ingenieure der ZHAW sind diplomiert und ich bin einer davon!
Einige meiner während der Woche geschossenen Bilder habe ich in der Galerie "Frackwoche 08" abgelegt.
Edit [2008-11-06]: Mehr Fotos gibt es nun auch auf Cunos Flickr-Account.

Der 24C3 ist bereits seit 3 Tagen Geschichte, höchste Zeit für ein kleines Fazit.
Das gesehene Vortragsprogramm war von einigen Ausnahmen abgesehen lohnenswert, wobei man sagen muss, dass ich pro Tag nur etwa deren 3-4 gesehen habe. Dies lag entweder daran, dass ich gerade mit anderen Aktivitäten vor Ort oder auch anderswo beschäftigt, oder aber der entsprechende Vortragssaal bereits heillos überfüllt war. Die Atmosphäre am
Congress fand ich sehr angenehm, auch wenn es teilweise doch sehr viele Leute auf einem Haufen waren. Erfreulich war diesbezüglich die bunte Durchmischung des Publikums, welches nicht nur aus dem männlichen Nerd-Stereotypen bestand. Das WLAN war in den ersten drei Tagen leider ziemlich instabil, was unter anderem auch ein Grund für fehlende Posts
während des Congress ist. So musste die Ablenkung in den Pausen oder während den Durchhängern im Vortragsprogramm halt anderswo (Essen, Mate, Schlafen, Congress-Gebäude erkunden) gesucht werden. Und natürlich blieb auch noch etwas Zeit, sich mit Freunden zu treffen (auch solchen, die mit dem Congress nichts anfangen können).
Für mich alles in allem eine lohnende Reise nach Berlin, mal schauen, ob's nächstes Jahr wieder was wird.
Alle, die nicht da waren oder sich einen bestimmen Vortrag (nochmals) ansehen wollen, können die Video-Mitschnitte der meisten Vorträge bereits herunterladen.
Da ich letztes Semester
in Berlin weilte, habe ich da über
nion vom dortigen
Distro-Bash der Freitagsrunde der TU-Berlin erfahren,
konnte dort aber leider nie vorbei gehen. Die Idee hat mich trotzdem begeistert und so beschloss ich, dieses Herbstsemester in der
LUG ZHAW (damals noch LUG ZHW ;-) die Idee ebenfalls
umzusetzen. Nachdem ich auf
Symlink über den Anlass
berichtet hatte,
übernahm auch Pro-Linux die Meldung. Und mittlerweile ist die Nachricht vom Distro-Bash an der ZHAW auch wieder an die TU-Berlin zurückgelangt, wie der
Blog-Eintrag von Robert Buchholz - einem der dortigen Organisatoren - zeigt. Die erste Runde des
LUG ZHAW Distro-Bash 2007 findet nun diesen Mittwoch um 17:30 am Standort Technikumstrasse (Zimmer E314) statt, wo
Visvanath Ratnaweera
Slackware Linux und ich
Debian GNU Linux vorstellen werden. Wer in der Nähe ist, ist gerne eingeladen vorbeizukommen.
Der LinuxTag, welcher dieses Jahr zum ersten Mal in Berlin stattfinden wird, hat im Vorfeld vor allem wegen eines Themas Schlagzeilen (z.B. bei Symlink) gemacht: Der Schirmherrschaft der deutschen Innenministers Wolfgang Schäuble. Der Schweizer Leser wird sich jetzt vielleicht fragen, was denn daran so schlimm sein mag.
Schäuble ist in Deutschland so etwas wie ein Symbol (trotzdem natürlich nicht der alleinige Verantwortliche) für einen immer weiter um sich greifenden Überwachungsstaat. Als Beispiel dafür ist etwa die Vorratsdatenspeicherung
zu sehen. Auch wenn zwischen freier Software und einem immer weiter fortschreitenden Überwachungsstaat in meinen Augen kein direkter Zusammenhang besteht, beisst sich das ganze doch etwas. In den Augen vieler Entwickler und Unterstützer freier Software ist jemand, der sich für immer weiterreichende Einschränkungen der Freiheit einsetzt
nicht der ideale Kandidat für die Schirmherrschaft eines Anlasses, der sich mit der Freiheit bezogen auf Software befasst. So sah sich der LinuxTag dann nach auch gezwungen, eine Stellungnahme zu veröffentlichen.
Trotz all der Kritik werde ich den LinuxTag wohl besuchen, vor allem auch, da er diesmal nur knapp 40 S-Bahn-Minuten entfernt stattfindet. Und trotz allem bleibt es eine FOSS-Veranstaltung. Neben einem umfangreichen Vortragsprogramm bietet
sich auch wieder die Gelegenheiten mit den unterschiedlichsten Leuten diverser Projekte interessante Gespräche zu führen und vielleicht auch die eine oder andere neue Idee für eine neues Programmierprojekt nach Hause mitzunehmen.